
Warum Lorenz Assignon dem VfB Stuttgart zum Bundesliga-Auftakt fehlt
VfB Stuttgart-Neuzugang Lorenz Assignon wird zum Bundesliga-Auftakt nicht mit von der Partie sein – und das aus einem wirklich ungewöhnlichen Grund.
1. Gelbsperre aus Frankreich greift auch in der Bundesliga
Der 24-jährige Rechtsverteidiger kam im Sommer vom französischen Erstligisten Stade Rennes zum VfB. In der vergangenen Saison sammelte er in 34 Einsätzen neun Gelbe Karten – eine beachtliche Marke. In Frankreich erfolgt eine Spielsperre bereits nach drei Gelben Karten (statt nach fünf, wie in Deutschland üblich). Assignon hatte diese Grenze überschritten – und muss somit eine Sperre absitzen. Diese Sperre greift auch in der Bundesliga, weswegen er zum Auftakt ausfällt (stimme.de, stuttgarter-zeitung.de).
2. Kurios – auch der VfB kannte die Regel zunächst nicht
Beim VfB war man offenbar überrascht: “Ich kannte die Regel auch nicht. Aber wir haben uns rückversichert – es ist so, dass die Sperre auch für die Bundesliga gilt”, ließ Trainer Sebastian Hoeneß verlauten (stuttgarter-zeitung.de). Dass eine ausländische Gelbsperre in Deutschland gilt, ist ungewöhnlich und vielen wohl nicht geläufig – umso bitterer, dass der Franzose deswegen zum Bundesliga-Auftakt gegen Union Berlin fehlt.
Interessanterweise wurde Assignon trotzdem im Supercup bereits auf den Platz gebracht – für neun Minuten – obwohl die Sperre theoretisch auch hier gelten müsste. Offenbar greifen solche Sperren nur in Pflichtspielen der jeweiligen Liga. In der Bundesliga startet die Pflichtspielserie erst mit dem Saisonauftakt. Daher war der Einsatz im Supercup rechtlich möglich (stuttgarter-zeitung.de).
3. Was heißt das für den VfB Stuttgart?
- Taktisch fehlt Stuttgart ein wichtiger Rechtsverteidiger: Assignon war als Stammkraft eingeplant und sollte die rechte Abwehrseite stabilisieren – bisher hatte der Klub auf der Position mit Josha Vagnoman, Pascal Stenzel oder dem verletzten Leonidas Stergiou wenig Konstanz. Nun muss kurzfristig umdisponiert werden (stuttgarter-zeitung.de, stimme.de).
- Ein Fingerzeig für Regulierungen und Transfers: Der Fall verdeutlicht die Unterschiede zwischen nationalen Regelwerken. Während eine gelbe Karte in Frankreich strengere Auswirkungen hat, wird sie in Deutschland nicht einfach ignoriert – und kann Transfers erschweren oder zumindest unerwartete Folgen haben.
- Medien sprechen vom „kuriosen“ Ausfall: Der Stuttgarter Zeitung und anderen Medien war dieser außergewöhnliche Umstand eine Schlagzeile wert – nicht nur wegen des sportlichen Impakts, sondern auch wegen der Regelung an sich (stuttgarter-zeitung.de, stuttgarter-nachrichten.de).
Fazit (rund 500 Wörter)
Zum Bundesliga-Auftakt wird Lorenz Assignon nicht zur Verfügung stehen – und das aus einem eher ungewöhnlichen Grund: Er hat in der vorherigen Saison in Frankreich eine Gelbsperre provoziert, die nach der französischen Regel bereits nach drei Gelben Karten greift. Diese Sperre fährt er nun in Deutschland aus, da sie auch in der Bundesliga gilt – eine kuriose, aber leider gültige Regel. VfB-Trainer Sebastian Hoeneß räumte ein, dass ihm die Regel neu war, so ungewöhnlich ist der Fall. Der Supercup-Einsatz von neun Minuten war möglich, da dieser nicht unter Liga-Pflichtspiele fällt. Für Stuttgart bedeutet das kurzfristig taktische Herausforderungen auf der Rechtsverteidigerposition und ein ungewöhnliches Kapitel in Transfer- und Regelwissensgeschichte.
Wenn du möchtest, kann ich auch tiefer auf die Hintergründe der Gelbsperren-Regelung eingehen – oder analysieren, wie sich das Fehlen von Assignon auf den Saisonstart auswirken könnte.